Deutsche Meisterschaften der Aktiven vom 27.06. bis 04.07.2026 in Hamburg – Gilde 44

Die Meisterschaften fanden auf der Bowlinganlage „Gilde 44“ statt. Als Ölbild wurde für das Mixed- und Doppelevent „Dead Man’s Curve V2“ aufgelegt. Mit einer Ratio von 3,8 : 1, 43 ft. und 24,85 ml war es kein zu schweres Bild, aber herausfordernd.

Für das Einzel-Event wollte man offensichtlich die Spreu vom Weizen trennen und wählte als Ölbild das echt schwierige Pattern „Autobahn“ mit einer Ratio von 2,44 : 1, 42 ft. und 25,85 ml. Im Livestream waren dann auch einige Gutterbälle zu beobachten und einiges an Kopfschütteln bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern! Aber man bestreitet ja auch die Deutsche Meisterschaft!

Zur Krönung eines echten sportlichen Wettkampfs kamen noch die klimatischen Verhältnisse auf der Bahn hinzu, welche einen erstaunlich hohen Gebrauch von Handventilatoren zur Folge hatten. Einfach nur tropisches Urlaubsfeeling.

Sachsen-Anhalt schickte in allen drei Kategorien Spielerinnen und Spieler an den Start. Für unseren Verein traten zum Doppel folgende Recken an:

1. Doppel: Philip mit Denny E. (Sandersdorf)

2. Doppel: Ronman und Hefe

Das Doppelevent musste mit zwei Vorrunden zu je sechs Spielen absolviert werden, bevor letztlich die besten vier Doppel im Halbfinale und Finale um die Platzierungen kämpften.

Die erste Vorrunde durften beide Teams gleich im ersten Frühstart bestreiten. Ronman und Hefe fühlten sich eigentlich ganz gut beim Einspielen und wollten sogleich mal aufzeigen, was möglich ist. Ronman lieferte auch gleich seine Tageshöchstleistung im ersten Spiel ab. Wohingegen Hefe plötzlich keine Strikeketten ermurmelte und mit kleinen Fehlern sogleich im ersten Spiel bedient war. Dennoch war es eine tolle Teamleistung von 406 Pins (245/161). Weiter ging die wilde Fahrt. Hefe ist ja nun schon ein wenig erfahren, schmunzel. Eine kleinere Anpassung und plötzlich fielen auch bei ihm die Strikes. Ronman war weiter gut unterwegs und so schaffte man mit 414 (190/224) wiederum ein tolles Teamergebnis. Das magische dritte Spiel war für Ronman leider nicht soooo magisch. Er war gewillt, aber die Strikes fielen nicht. Wie halt bei Hefe im ersten Spiel, so nun auch bei Ronman… er musste für sein Ergebnis ordentlich arbeiten. Zusammen schaffte man dann leider nur 355 (160/195) Pins. Aber auch hier wieder… kleinere Anpassungen und das vierte Spiel waren beide toll unterwegs. Ronman konnte gar nicht verfehlen und Hefe machte einfach mal mit. Tolle 444 (241/203) Pins waren die Folge. Gut, würde der geneigte Bowlingzuschauer sagen…. so kann es ja weitergehen…aber leider wissen wir alle, jeder Wurf verändert die Bahn und das Klima wirkt sich auch auf die Jungs aus. Ronman haute nochmal ein kleineres Pfund raus, aber bei Hefe erkannte man nun, dass das Ölbild eben einige Herausforderungen bietet. Dennoch schaffte man als Team 382 (226/156) Pins. Das sechste Spiel der ersten Vorrunde war echt tricky. Gute Anwürfe, aber oft blieben Pins stehen. Das Räumspiel war nun immens wichtig. Man merkte den Jungs aber auch den langen Tag an. Mit ordentlichen 351 (178/173) Pins beendete man den ersten Tag auf dem 40. Platz von 77 Doppel. Nicht übel!

Ronman: 206,7 (1240/6) und Hefe: 185,3 (1112/6)

Unser Philip fand sich mit Denny zu einem guten Doppel zusammen. Denny hatte schon auf dem Ölbild das Mixed-Event spielen können. Da war man natürlich der guten Ergebnisse von Denny geneigt zu sagen… Auf geht’s unter die Top 20! Nun ja, aber jeder Tag ist anders und Denny spielt ja nun auch nicht jeden Tag mit Philip zusammen ein Doppel!

Philip fand sogleich seine Linie und kullerte genüsslich los. Bei Denny funktionierte noch nicht alles. Mit 369 (203/167) Pins startete man durchaus solide in den Tag. Philip packte im zweiten Spiel sogleich nochmal eine Schippe drauf, aber Denny wirkte noch nicht bei 100 Prozent. Der Wille war da, aber es wollte noch nicht funzen! Mit 374 (214/160) Pins steigerte man sich dennoch. Würde es nun bei Denny einen Ruck geben? Das magische dritte Spiel von Marble! Auch Philip, wie eben auch Ronman, wirkte nun plötzlich nicht mehr so entspannt. Die Strikes fielen nicht und er musste über das Räumspiel agieren. Denny fand nun ein wenig besser ins Spiel, aber schien immer noch nicht sein Potenzial voll auszuschöpfen. Man beendete das „doofe“ dritte Spiel mit 344 (163/181) Pins und schien sich somit in den hinteren Reihen der Tabelle einzuordnen.

Aber hey, die beiden Jungspunde lassen sich doch nicht so abspeisen. 😊 Auch wenn im vierten Spiel noch nicht alles klappte, so war wieder Verlass auf Philip. Mit nun wieder steigender Pinzahl versuchten sich beide zu motivieren – 367 (215/152) Pins.

Da war nun die Chance auf Rehabilitation. Plötzlich funzte es bei Denny. Endlich wird er wohl zu sich gesagt haben! Da auch Philip weiterhin gut die Pins wegschubste, konnte man endlich eine starke Leistung zeigen. Mit 457 (237/220) Pins begann eine knackige Aufholjagd. Denn auch im sechsten Spiel im direkten Bahnduell mit Ronman und Hefe bewiesen beide ihr Können! Harmonisch murmelten beide eine 223 auf die Bahn. Zusammen erreichte man damit wiederum ein tolles Ergebnis mit 446 (223/223) Pins. Der Lohn für den Endspurt war dann auch der 38. Platz nach der ersten Vorrunde.

Philip: 209,0 (1254/6) und Denny: 183,8 (1103/6)

Die zweite Vorrunde folgte natürlich auf Folgetag. Da mussten beide Teams aber erst zum Mittagsstart ran. Dieser verzögerte sich durch das Ölen nochmal ein wenig.

Konnten unsere Jungs nochmal eine Schippe drauflegen und würde es in der Tabelle vielleicht noch ein wenig nach oben gehen? Wir werden sehen.

Ronman und Hefe wirkten sogleich im ersten Spiel gewillt ordentlich zu performen. Mit tollen 415 (215/200) Pins begann die Runde doch ganz ansehnlich. Aber im zweiten Spiel wollte es bei Hefe plötzlich nicht klappen. Ronman verhalf mit seinem guten Spiel dem Team dennoch zu einer soliden 353 (200/153) Pins. Uff… würde Hefe nochmal zurückkommen? Natürlich… grins … schon im dritten Spiel agierten beide Jungs auf starkem Niveau. Fulminante und ein paar einzigartige Strikes später zeigte man ein tolle Teamleistung von 471 (246/225) Pins. Nicht übel, nicht übel!

Das vierte Spiel wirkte echt harmonisch. Beide Jungs brachten Strikes und Räumer nach Hause. Im Ergebnis erreichte man 414 (211/203) Pins. Klasse Leistung! Im fünften Spiel hatte Ronman mit fehlenden Strikes zu kämpfen. Auch wenn man sich auf sein Räumspiel verlassen konnte, so schaffte er eben leider auch keine 200 Pins. Schade. Dennoch funktionierte das Doppel echt gut. Mit 370 (172/198) Pins war man nicht vollends unzufrieden. So, nun nochmal die Popobacken zusammengekniffen und im letzten Spiel alles raushauen. Wieder durfte man in diesem Spiel gegen Philip und Denny agieren. So macht Bowling Spaß! Die ersten sechs Frames waren auch von drei Leuten ein echt beeindruckendes Strikespektakel… nur Hefe musste ständig räumen… boah anstrengend. 😊 Aber im 9. und 10. Frame brachte er die Strikes nach Hause. Ronman wummerte dagegen fast das ganze Spiel die Strikes auf die Bahn. Im Ergebnis schaffte man tolle 425 (248/177) Pins. Ein toller Abschluss.

Nach zwölf teils anstrengenden Spielen über zwei Tage erreichte man einen klasse 31. Platz (200 Schnitt, 4800/24) in der Tabelle. Tolle Leistung!

Ronny: 215,3 (1292/6) und Hefe: 192,7 (1156/6)

Philip und Denny wollten natürlich auch noch ne Schippe drauflegen. Im ersten Spiel gingen beide den Start noch eher verhalten an. Das Räumspiel verlief gut, aber beide verpassten mit größeren Strikeketten sogleich ordentlich Pins zu schaufeln. Man erbowlte 380 (193/187) Pins. Weiter gings… das zweite Spiel wirkte leider etwas fahrig. Beide wollten vielleicht ein wenig zu viel und schafften es in diesem Moment leider nicht ihr Können auf die Bahn zu bringen. Mit 349 (166/183) Pins verlor man ein bissl den Anschluss. Denny versuchte im ominösen dritten Spiel einiges, aber nur wenig wollte gelingen. Dagegen konnte Philip dem Team zu einem guten Spiel von 380 (233/147) Pins verhelfen. Teamarbeit, AHUUU!

Nun aber! Beide schauten sich nochmal in die Augen und fuhren die Konzentration aufs Maximum! Bei Philip klappte weiterhin beinahe alles und nun auch Denny… er agierte viel besser. Die Bahn war endlich sein Freund. Zusammen schafften sie mit 453 (235/218) Pins die Kehrtwende! Das fünfte Spiel war nun vollends in Denny’s Hand ein Strike nach dem anderen krachte auf die Bahn. Da unser Philip weiterhin gut mitspielte, konnten die Jungs tolle 460 (205/255) Pins mitnehmen! Klasse Leistung! Im letzten Spiel gegen Ronman/Hefe wirkten sie nun ausgeglichen und bereit. Beide spielten tolles Bowling und erbowlten sich mit 433 (222/211) Pins ein erneut gutes Spiel. Am Ende erreichte man einen tollen 30. Platz mit 200,5 Schnitt (4812/24)! Tolles Bowling!

Philip: 209,0 (1254/6) und Denny: 200,2 (1201/6)

Fazit: Nimmt man die Leistungen unserer Marble Jungs… EINFACH NUR STOLZ, WIE BOLLE! Ihr habt unser Bundesland und unseren Verein toll präsentiert! Danke hierfür!

Einzelevent

Tja, und unser Philip ist nun ein wenig bowlingverrückt! 😊 So kam es, dass er sich dazu entschied auch noch das Einzel-Event zu absolvieren.

Dieses wurde aber auf einem klein wenig schwierigeren Ölbild bestritten! 😊

Für Sachsen-Anhalt bestritten noch Jens M. von den Bowling Stones MD und wiederum Denny E. von den Sandersdorfern die Einzelmeisterschaften.

Philip spielte eine sehr enge Linie und merkte schnell, dass wenig Spielraum für Fehler war. Mit 187 und 198 Pins startete er recht gut in die erste Vorrunde. Das dritte Spiel (OMINÖS 😊) fühlte sich für ihn nicht so gut an. Mit kleineren 162 Pins konnte er nicht zufrieden sein. Das vierte Spiel war von guten Würfen geprägt. Auch wenn dieses um einiges besser lief, so wirkte Philip müde und nicht so von sich überzeugt. Mit guten 204 Pins erreichte er jedenfalls ein gutes Ergebnis. Spiel 5 und 6 fühlten sich wohl mehr nach Arbeit an. Teils gute Anwürfe und ein tapferer Pin blieb dennoch stehen. Philip gab nicht auf, aber in diesen beiden Spielen gelang es ihm nicht, noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Mit soliden 176 und 169 Pins. Beendete er sodann auch seine erste Vorrunde. 182,67 Schnitt (1096/6) lesen sich für einige von uns echt klasse, aber auf einer Deutschen Meisterschaft landet man damit zunächst nur auf dem 61. Platz von 78 Startern.

Einmal Luft holen, was schniekes Essen und ein wenig Schlaf… schwupps da war es schon wieder Zeit für die zweite Vorrunde.

Als Zuschauer erlebte man im ersten Spiel das Können von Philip. Starke Anwürfe und tolles Räumspiel. Die Bahn hatte einen kleinen, aber feinen Bereich für Philip zum Wohlfühlen. Die Strikes fielen und das Bowlingherz hüpfte erleichtert in Philips Brust. Ging da vielleicht noch etwas für ihn? Mit starken 244 Pins startet man auch nicht jeden Tag in eine Serie. 😊 Klasse Leistung.

Auch das zweite Spiel wirkte noch ansehnlich. Aber die Strikes fielen nicht. Schwieriger Pinfall und „lustige“ Räumbilder machten es ihm da auch nicht leichter. Mit 165 Pins fiel er wieder im Ranking zurück. Wieder das doofe dritte Spiel, wieder ein … „verd… es klappt nicht so, wie ich möchte“-Gefühl! Es sollte wohl hier nicht sein. Mit 158 Pins war die Messe nun schon fast gesungen. Es folgten 169, 168 und 176 Pins, welche aufzeigten, wie herausfordernd das Ölbild, die klimatischen Verhältnisse und das gesamte Drumherum sein können. Mentale Stärke war hier eindeutig ein entscheidender Faktor für gute Ergebnisse. Wir wissen, das Philip um seine Stärken und Schwächen weiß, er kann sich durchaus gut einschätzen. Dennoch ist es immer etwas anderes, wenn es um etwas geht. Wir glauben jedoch, dass er mit einigem Abstand die zweite Vorrunde mit 180,00 (1080/6) richtig einschätzen kann. Somit landete er nach Abschluss der Vorrunde auf einem durchaus respektablen 69. Platz! Glückwunsch! Es fühlt sich vielleicht nicht so an, aber es war eine gute Leistung!

Die anderen beiden Kandidaten erlebten das Einzelevent in absolut gegensätzlicher Art und Weise.

Während Denny wohl seine bis dato beste Performance bei einer DM mit dem 20. Platz noch der Vorrunde 203,33 (2440/12) liefert und verdient in die Zwischenrunde einzog, musste Jens erkennen, dass man noch die ein oder andere Schippe drauflegen muss, um bei einer DM mithalten zu können. Aber Kopf hoch und weiter hart trainieren! Erfahrungen wurden gesammelt und man weiß nun, worauf man sich im Training vermehrt konzentrieren muss! Mit dem 75. Platz und 159,92 (1919/12) war dann auch für Jens das Abenteuer DM Einzel beendet.

Denny war natürlich bis in die letzte Haarspitze motiviert. Mit 184,13 (1106/6) konnte er sich zwar nicht mehr steigern, aber darf durchaus ein wenig stolz über das Erreichte sein. Final landete er auf einem starken 26. Platz und konnte vielleicht noch starken Finalrunden miterleben, aus denen Sandro Brandt als Deutscher Meister Einzel Herren hervorging!

Fazit: Wir danken unseren Recken Hefe, Ronman und Philip, dass ihr Sachsen-Anhalt und Mr. Marble 99’ers e. V. so toll präsentiert habt. Danke!

Bowling ist ein schöner Sport. Aber wie in jedem Sport gibt es einen Unterschied zwischen Leistungs- und Freizeitsportler! Wir als Freizeitsportler müssen die Gradwanderung zwischen eigener Finanzierung und Freizeitgestaltung hinbekommen. Dafür stehen wir als kleiner Bowlingverein echt klasse da!

Dafür danken wir EUCH ALLEN! Nur zusammen sind wir stark! AHUUU!

Euer LKF

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